Selbstständig um reich zu werden?

Selbstständig um reich zu werden?

Selbständige sind reich. Das glauben viele. Ich kenne viele Selbstständige aber nur ganz wenige sind reich und hätten sie die Zeit und Arbeitsenergie in einen Job gesteckt, hätten sie auch als Unselbständige einen vergleichbaren Wohlstand wie sie ihn sich mit ihrer Firma erarbeiten konnten.

Die finanzielle Entwicklung bei Selbstständigen ist jedoch sicherlich anders, als bei Angestellten. Das Risiko das man als Unternehmer auf sich nimmt, kann sich sehr positiv auswirken, aber auch das Gegenteil kann passieren, wenn es eben nicht so funktioniert….das berühmte unternehmerische Risiko 🙂 ….

Mal geht alles auf, mal geht mehr als man denkt, mal funktioniert’s eben nicht so gut. Aber das ist völlig normal und für mich genau der Reiz der Selbstständigkeit: Immer gefordert zu sein, immer am Ball bleiben zu müssen.

Der Anfang ist zumeist schwierig, aber hier regiert noch die absolute Begeisterung und die Selbstaufopferung alles für die eigene Firma liegen und stehen zu lassen um Erfolg zu haben. Auch verbiegt man sich noch weitaus mehr, als nach einigen Jahren, wenn man merkt, dass das Verbiegen des Geschäfts willen einfach nichts bringt. Für den eventuell kurzfristigen Auftrag, der dann doch an einen vergeben wurde, büßt man enorm an Respekt und Achtung ein, was aber für die Selbstständigkeit äußerst wichtig ist….dazu gibt’s nächste Woche einen Beitrag.

Wie ihr aus meiner Beschreibung erlesen könnt, entstamme ich einem echten „Selbstständigenhaus“. Nicht nur die Eltern, auch Onkel, Großeltern und Geschwister…alle waren/sind selbstständig. Das prägt natürlich und man erhält viele sehr nützliche Tipps und „Geheimnisse“ direkt ins Kinderzimmer geliefert.

Sehr gut kann ich mich in diesem Zusammenhang an ein intensives Gespräch am Beginn meiner Selbstständigkeit mit meinem Vater erinnern, ein alter Fuchs in Sachen Geschäfte, Steuerberater, der aus eigener Kraft eine sehr ansehnliche Kanzlei mit zuletzt 40 Mitarbeitern geschaffen hatte. Also definitiv ein Mann, von dem man in Sachen Selbstständigkeit viel lernen konnte. Es ging ums liebe Geld. Was mir aber da mein Vater sagte, ich nehme an, für ihn war es nicht so bemerkenswert wie für mich, war ein Satz, den ich verinnerlicht habe und zu meiner wichtigsten Regel in meinem Selbstständigsein wurde:

„Wenn du dem Geld nachläufst, dann läuft’s dir davon, wenn du dem Geld davon läufst, dann läuft es dir hinterher.“

Ja, so simpel ist die Sache mit dem Geld bei mir. Ich laufe seit Beginn meiner Selbstständigkeit dem Geld ganz einfach davon und kann gut davon leben. Jedesmal, wenn ich beginne streng zu rechnen oder mir vorzunehmen, diesmal genauer aufs Geld zu achten, dann passiert leider genau das Gegenteil. Ich komm „ins Strudeln“, ich verliere mein blindes Vertrauen in die Sache, hab das Geld zu stark vor Augen und nicht mehr mein Tun. Das ist mir bis jetzt auch schon ein paar Mal passiert…warum? Weil ich auf Betriebsberater, Coaches, schlaue Bücher oder einfach gute Freunde gehört habe und mir dachte, ich müsse das jetzt alles auch einmal ordentlich planen…so wie man das eben tut.

Wenn ich aber meinen „Geldsatz“ lebe, ihn einfach so stehen lass und loslege, auch mal großzügig bin und nicht jeden Cent umdrehe, dann passiert es, wie es oben steht. Das Geld läuft mir einfach hinterher, neue Kunden möchten mit uns arbeiten und neue Möglichkeiten eröffnen sich.

Also, lasst es einfach so stehen und arbeitet nach obigen Prinzip. Bei mir funktioniert es perfekt.


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